Anlagerichtlinien

Richtlinie der Bürgerstiftung Wadersloh für die Anlage und die Verwaltung des Stiftungsvermögens (Anlagerichtlinie) vom 09.05.2017

§ 1 Grundsätze
Nach § 4 Absatz 2 der Stiftungssatzung ist das Stiftungsvermögen der Bürgerstiftung Wadersloh grundsätzlich in seinem Wert zu erhalten und ertragsbringend anzulegen. Das Stiftungsvermögen soll unter Aspekten der Ertragsrealisierung und des Inflationsschutzes angelegt werden.

Der Vorstand verwaltet das Stiftungsvermögen und verwendet die Stiftungserträge entsprechend den Gesetzen und der Satzung (§7 Absatz 2).

Aus der Stiftungssatzung und den gesetzlichen Vorgaben ergibt sich daher, dass Ziele der Vermögensanlage sind:

1. das Stiftungsvermögen langfristig in seiner Substanz zu erhalten,
2. Erträge zu erwirtschaften, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Bürgerstiftung Wadersloh zu erhalten und zu steigern,
3. das mögliche Fördervolumen der Bürgerstiftung Wadersloh zu erhöhen und damit die Fähigkeit der Bürgerstiftung zu sichern den Stiftungszweck langfristig zu erfüllen,
4. die Vermeidung von größeren Wertschwankungen und erheblichen Kapitalverlustrisiken.

Diese Zielformulierungen stellen die Richtlinien für die Anlage des Stiftungsvermögens dar, die von den Gremien der Stiftung zu befolgen sind.


§ 2 Anlagestrategie

(1) Vorrangiges Ziel der Anlage- und Vermögensverwaltungsstrategie der Bürgerstiftung Wadersloh sind die nominelle und die reale Erhaltung des Stiftungsvermögens. Das Grundstockvermögen nach den Möglichkeiten des Geldmarktes vor Inflation zu schützen, hat einen hohen Stellenwert.

(2) Die Anlagestrategie ist so auszurichten, dass das Risiko einer Schmälerung des Stiftungskapitals durch Anlageverlust begrenzt wird.

(3) Geldanlagen werden ausschließlich bei inländischen Bankinstituten angelegt, die einem Einlagensicherungsfonds oder einer Institutssicherung angehören oder bei denen die Gemeinde Wadersloh Eigenmittel nach kommunalrechtlichen Vorschriften anlegen darf.

(4) Spenden und die Erträge aus der Vermögensanlage dienen zum einen der Erfüllung
des Stiftungszwecks und zum anderen zur Deckung der Ausgaben. Die Bildung von Rücklagen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften ist zulässig.

(5) Zustiftungen sind umgehend, gemäß den Richtlinien zur Vermögensanlage, anzulegen, sofern diese nicht zum Verbrauch bestimmt sind.


§ 3 Rahmenbedingungen der Vermögensanlage
(1) Die Vermögensanlage ist nach dem Grundsatz der Risikostreuung vorzunehmen, wobei laufende Zins- und Ausschüttungserträge zur Erfüllung der Stiftungszwecke erreicht werden sollen.

(2) Für Geldanlagen der Bürgerstiftung sind folgende Anlageformen generell zugelassen:
Bankanlagen, wie z.B. Sparbücher, Sparkonten, Sparverträge, Anlagekonten, Bankanleihen, Tagesgeld-, Termingeld-, Geldmarktkonten o.ä.

(3) Das vorhandene Vermögen kann in Aktienfonds, Rentenfonds oder Mischfonds angelegt werden. Dabei darf der Gesamtanteil an Aktien 30 % des Stiftungsvermögens nicht übersteigen.

(4) Anlageinvestitionen mit ausschließlich kurzfristig spekulativem Charakter sind nicht zulässig. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten (z.B. Terminkontrakte, Optionen usw.) ist ausgeschlossen.

(5) Investitionen in Einzelaktien sind grundsätzlich ausgeschlossen.

(6) Es dürfen keine Kredite zur Finanzierung von Geld- und Kapitalanlagen jeglicher Art aufgenommen werden.

(7) Das Stiftungsvermögen soll nicht in sensible Bereiche (u.a. Rüstung, Tabak, Kinderarbeit) investiert werden.


§ 4 Schlussbestimmungen

Diese Anlagerichtlinie wurde vom Stiftungsrat der Bürgerstiftung Wadersloh beschlossen. Der Stiftungsvorstand hat ebenfalls zugestimmt. Sie tritt am 09.05.2017 in Kraft.

Download: Anlagerichtlinien (124 Downloads)

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